„Werden alles tun, damit Muslime ihren Glauben in Deutschland frei leben können.“

Wann: 2.2. 2017
Wo: Ankara, Türkei
Wie: Besuch bei Erdogan

Seiberts salbungsvolle Worte hören sich so an, als gäbe es hier in Deutschland Probleme mit der Religionsfreiheit. Vielmehr ist es so, daß Muslimen sogar grundgesetzwidrig eine Religionsnarrenfreiheit eingeräumt wird. Stichwort: Beschneidung. Stichwort: Schächten.

Von Kinderheirat, Burkinis und all den anderen Archaismen ganz zu schweigen.

Merkel müßte eigentlich sagen:“Wir werden alles dafür tun, daß Muslime endlich eine moderne Religiosität ausleben und die, die schon länger hier leben, respektieren.“

Das wäre eine angemessene Botschaft. Merkels Unterwürfigkeit hat wohl etwas mit dem faustischen Flüchtlingspakt zu tun, den sie mit dem türkischen Diktator geschlossen hat.

Vielleicht noch eine kleine Anekdote am Rande, Ausschnitt aus einem „Focus“-Interview mit Aydan Özoguz, Integrationsbeauftragter der Kanzlerin:

    Fast jeder zweite türkischstämmige Mensch in Deutschland hält islamische Gebote für wichtiger als Gesetze, haben Forscher der Uni Münster gerade ermittelt. Ist das nicht alarmierend?

    Manchmal habe ich das Gefühl, dass schon in der Fragestellung etwas vorweggenommen wurde. Wir haben ja nicht Millionen Radikale im Land! Im Gegenteil, die allermeisten Menschen mit Einwanderungsgeschichte sind friedliebende Nachbarn.

Frau Özoguz sieht übrigens auch ungefähr so unbedarft aus, wie sie sich bei dieser Antwort gibt.

„Wir müssen akzeptieren, daß die Zahl der Straftaten bei jugendlichen Migranten besonders hoch ist.“

Wann: 18.6. 2011
Wo: Berlin, Kanzleramt
Wie: Videobotschaft

Artkel in der „Welt“: Merkel beklagt hohe Zahl von Migranten-Straftaten

Die wöchentliche Videobotschaft Merkels ist im folgenden zu sehen. Merkels Auftritt ist wie üblich schwer zu ertragen, so deutlich tritt die geistige Schlichtheit der Kanzlerin zutage. Bei Minute 1:50 spricht Merkel von Ursachen der Jugendgewalt, erwähnt aber mit keinem Wort die Gewalt in der Erziehung, also die traumatischen Gewalterfahrungen in der Kindheit, deren Verdrängung zum späteren Ausagieren führt.

„Null Toleranz gegenüber Gewalt“ (Merkel) gilt selbstverständlich nicht für die Gewalt von Eltern an ihren Kindern. Die CDU/CSU war die einzige Fraktion, die im Jahr 2000 mehrheitlich gegen das Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung gestimmt hat.

So dumm Konservative bei diesem Thema sind, so dumm sind leider viele Linke beim Thema Islam. So werden sie gravierende Probleme mit der Erkenntnis haben, daß der islamische Kulturkreis noch sehr viel autoritärer und vormoderner verfaßt ist. Dies spiegelt sich auch in der sehr autoritären und gewalttätigen Erziehung, die in den islamischen Milieus noch viel ungebrochener ist als in westlich geprägten Kulturen.

Da hilft auch keine „Integration“, die die Kanzlerin so sehr predigt.

„Die gesamte gutmeinende Gesellschaft“

Wo: Köln
Wann: 9.1.
Wie: Rede vor dem Deutschen Beamtenbund
Auszüge:

Einer der Gründe, warum ich zum Beispiel immer sehr stark darauf bestanden habe, an den Außengrenzen die Probleme zu lösen, besteht eben darin, dass ich der Überzeugung bin, dass ansonsten die vier Grundfreiheiten nicht mehr so wie gehabt aufrechterhalten werden könnten, was eine – um es mal vorsichtig zu sagen – erhebliche Schwächung der Europäischen Union bedeuten würde.

Merkel beharrt auf ihrer Freiheitsideologie, Experten widersprechen der merkelschen Panikmache. Merkel macht Politik mit der Angst der Bürger.

Der schreckliche Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz in Berlin kurz vor Weihnachten mahnt uns, schnell zu handeln, richtig zu handeln, nicht nur in Ankündigungen stecken zu bleiben, sondern auch wirklich Flagge zu zeigen.

Mutti begreift nicht, daß bereits eine solide Asylpolitik, die nicht nach dem Gutmenschen- und Gießkannenprinzip arbeitet, die beste Versicherung gegen die bisherigen Terroranschläge gewesen wäre.

Aber ich möchte auch etwas ansprechen, das vielleicht in Zukunft leider noch an Bedeutung gewinnen wird. Wir wissen, dass Sie – man muss es sagen – oft auch mit Hass, mit Ablehnung, mit Unverständnis konfrontiert werden und dass Sie in pöbelhafter Weise verantwortlich gemacht werden für allgemeine Unzufriedenheit. Wenn man Geschichten hört von Feuerwehrleuten, von Rettungssanitätern, von Polizisten, die in ihrem Einsatz bedroht werden – man muss sich das vorstellen: da sind sie im Einsatz, um zum Beispiel einen Brand zu löschen, und werden aber bei dieser Tätigkeit behindert –, dann will ich Ihnen sagen: Nicht nur die Bundesregierung, sondern die gesamte gutmeinende Gesellschaft muss dagegen aufstehen und sagen: Danke für Ihren Einsatz. Wir werden alles tun, um ein Klima zu schaffen, in dem Ihr Einsatz möglich ist und unterstützt wird, weil davon unsere Lebensqualität abhängt.

Will Merkel hier maximalstmöglich verklausuliert die Probleme mit muslimischen Parallelgesellschaften ansprechen oder denkt sie mit diesen Worten doch eher an böse Fremdenfeinde, die Löscharbeiten an einem brennenden Flüchtlingsheim behindern?

Die „gutmeinende Gesellschaft“ bekehrt also die unsere Kultur ablehnenden Moslems von ihrem islamischen Chauvinismus. Und als ob durch ein solides Vorgehen gegen Terror, Extremismus und Parallelgesellschaften auch nur irgendwie unsere „Freiheit“ gefährdet wäre, sagt Mutti:

Dabei muss uns leiten, dass wir als Staat Sicherheit garantieren wollen, dass wir alles dafür tun müssen, um Sicherheit in Freiheit zu garantieren. Wir wollen einen freiheitlichen Staat, einen offenen Staat. Deshalb bin ich auch sehr dankbar dafür – ich habe das auch in meiner Neujahrsansprache angesprochen –, dass die Menschen einen großen Willen zeigen, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu verteidigen. Es ist vielleicht auch wieder eine Zeit, in der man deutlich zeigen muss, wofür wir stehen, dass wir wissen, welche Vorteile wir haben, in unserem Land in Sicherheit und Freiheit und nicht in einer Diktatur zu leben. Ich weiß aus meinem eigenen Leben sehr wohl, worin der Unterschied besteht.

Merkels größte Angst ist also eine „Diktatur“. Wodurch denn? Durch mehr Kontrolle, durch mehr Realismus und weniger Gutmenschentum? Es zeigt sich jedenfalls immer wieder, daß Merkels Handeln maßgeblich von ihrem DDR-Komplex und ihrer Freiheitsideologie bestimmt ist.

Aber mit der Freiheit ist das so eine Sache. Ohne ausreichende soziale Absicherung und Solidarität sind formale Freiheiten nicht viel wert. Und angesichts von Unmengen eingewanderter kulturfremder Horden mit hohem Kriminalitätspotential und ausgeprägtem Kulturchauvinismus fühlt man sich in diesem Land auch nicht unbedingt freier.

Ein Kommentar unter einem „Tagesspiegel“-Artikel zur Merkel-Rede faßt die Sachlage gut zusammen:

Ne danke.

Die „gutmeindende Gesellschaft“ hat ja schon genug Schaden angerichtet. Wie wäre es zur Abwechslung mal mit Realisten, die das Problem an der Ursache anpacken.

1.) Schengen aussetzen, bis die Kontrolle der EU Außengrenzen halbwegs funktioniert.

2.) Wer in dieses Land will, muss seine Identität nachweisen. Wer das nicht kann, verweilt so lange in einem Transitbereich bis diese geklärt ist.

3.) Wer versucht seine Identität zu verschleiern und dabei betrügt, verwirkt seinen Anspruch auf Asyl oder Duldung.

Transitbereiche gehen gar nicht! Denn die müßte man „Lager“ nennen. Das können wir dem Bürger nicht zumuten, der doch die Nazizeit gerne „aufarbeiten“ und das Feld nicht den „Hatern“ überlassen möchte.

In der DDR gab es keine freie Meinungsäußerung. Und auch kein Internet. Heutzutage könnten die Regierenden und Medienschaffenden einfach die Kommentare unter Artikeln oder Youtube-Videos lesen.

Diese sind im Falle des „Tagesspiegel“-Artikels sehr zahlreich und unisono vernichtend.

Was nützt aber die größte Meinungsfreiheit, wenn die Meinung des Volkes einfach ignoriert wird?

„Manchmal hat man den Eindruck, daß auch einige, die schon immer hier in Deutschland leben, dringend einen Integrationskurs nötig haben“

Mit diesem kecken „Angelizismus“ meint unsere liebe Mutti wohl aller Wahrscheinlichkeit nach die vielen Muslime in Deutschland, die zwar hier geboren sind und „schon immer hier leben“, aber trotzdem Migrantendeutsch sprechen, kaum mit Deutschen verkehren und selbige als „Ungläubige“ betrachten.

Aber Spaß beiseite, so weise ist unsere Kanzlerin nicht. Viel lieber sucht sie sich ein bequemes Ziel und polemisiert gegen Asyl- und Islamkritiker. Das volle Zitat lautet wie folgt und wurde laut „Welt“ auf dem CDU-Parteitag in Essen hernieder geschmettert:

Zur Wahrheit gehört auch: Manchmal hat man den Eindruck, dass auch einige, die schon immer hier in Deutschland leben, dringend einen Integrationskurs nötig haben.

Wie der „Welt“ zu entnehmen ist, bezieht Merkel ihre Worte auch auf die Debattenkultur der Deutschen im Internet. Ganz falsch sind ihre Äußerungen ja nicht, nichtsdestotrotz sind auch Deutsche mit digitaler Fäkaldiktion immerhin des Deutschen mächtig und bespucken keine Polizistinnen oder heiraten in der Großfamilie.

Man könnte auch polemisch antworten: Der digitalen Einwanderin Merkel täte es mal gut, die Netzkultur zu studieren und zu begreifen, daß das Internet gerade ein Ort der direkteren und weniger förmlichen Aussprache ist.

Weiter in der „Welt“:

Jeder sei aufgefordert, seinen Beitrag zur Debattenkultur zu leisten, ergänzte sie. Die Grenzen seien da, wo der Rechtsstaat eingreifen müsste. Im Internet „fallen manchmal alle Hemmungen, wie ich es mir in diesem Ausmaß niemals hätte vorstellen können“, beklagte sie und ergänzte: „Da sage ich, da sagen wir: So nicht.“ Das Internet sei kein rechtsfreier Raum.

Das „Real Life“ ist auch kein rechtsfreier Raum, liebe Angela. Viele Deutsche hätten sich niemals vorstellen können, in welchem Ausmaß eine deutsche Kanzlerin das Recht mit Füßen treten würde. Die Genitalverstümmelung von Jungen wird unter Merkel nicht nur geduldet, nein, Mutter Angela initiiert eigens ein Gesetz, das die Genitalverstümmelung legalisiert.

In ihrer grenzenlosen Naivität bezeichnet Angela Merkel ein Land, das die Genitalverstümmelung von jungen Muslimen und Juden verbieten würde, als „Komiker-Nation“. Das bringt nur unsere Angela fertig.

Dem gemeinen Gutmenschen sei hier noch gesagt, daß die weibliche Genitalverstümmelung weit überwiegend darin besteht, die Klitorisvorhaut bei Mädchen zu entfernen, was völlig zu recht verboten ist.

Bei Jungen ist der äquivalente Vorgang hingegen legal und wird als religiöse „Beschneidung“ glorifiziert. Ein Mann muß akzeptieren, wenn ihm aus „religiösen“ Gründen als Kind die Vorhaut amputiert wurde? Die Empathie und das Engagement von Feministinnen für „Gleichberechtigung“ haben sich in dieser Causa leider noch nicht gezeigt.

Das ist Deutschland im Jahre 2016.

Wären noch der linkspopulistische Atomausstieg und das massive Befördern illegaler Einwanderung zu erwähnen sowie das Beugen der Dublin-Vereinbarungen. Von all den Fallstricken des realexistierenden Asylunwesens oder der Erleichterung von Falschbeschuldigungen durch eine hysterische Verschärfung des Vergewaltigungsparagrafen wollen wir hier gar nicht reden.

Merkel merkelt weiter. Und das Volk wacht hoffentlich langsam auf.

„Alle sind das Volk.“

Zum 26. Jahrestag der Deutschen Einheit brilliert Bundeskanzlerin Merkel mal wieder als Generalsekretärin des Zentralkomitees der CDU. In ihrer wöchentlichen Video-Botschaft wird sie von einem jungen Politikstudenten ausgefragt. Auf die Frage, welchen Einfluß auf die diesjährigen Feierlichkeiten die Tatsache habe, daß der Ruf „Wir sind das Volk“ heute in einem ganz anderen Kontext gebraucht werde als dazumalen, sagt Merkel nun diese zauberhaften Worte:

Damals war dieser Ruf „Wir sind das Volk“ natürlich ein sehr emanzipatorischer. Menschen, die in der sozialistischen Diktatur nicht zu Wort gekommen sind, haben sich die Freiheit genommen, auf sich aufmerksam zu machen. Heute haben wir eine andere Situation: Wir haben heute eine Ordnung, in der jeder das Recht hat, frei seine Meinung zu sagen, zu demonstrieren. Und deshalb muss man sagen: Alle sind das Volk. Die, die das heute rufen – zum Teil auch mit rechtem Hintergrund, was ich natürlich nicht richtig finde und wogegen wir auch auftreten müssen, aber auch Menschen, die vielleicht zu kurz gekommen sind, wie sie glauben.

Merkel redet mittlerweile fast schon so senil daher wie einst Erich Honecker. Es ist nicht so recht klar, was Merkel mit diesen Worten eigentlich sagen will. Das mit der Meinungs- und Demonstrationsfreiheit ist so eine Sache, wenn Demonstrationen vor linksextremem und gewalttätigem Mob polizeilich abgesichert werden müssen. Wenn neue Denunziationsvokabeln massenhaft im Umlauf sind wie „islamophob“, „homophob“, „rassistisch“, „fremdenfeindlich“, „Nazi“ etc. Wenn Menschen sich nicht trauen, ehrlich über ihre negativen Erfahrungen mit bestimmten Ausländern oder Migrationshintergründlern zu sprechen, weil sie fürchten, als „Rassist“ gebrandmarkt zu werden.

Im obigen Zitat steht auch noch eine Menge anderer Blödsinn drin. So z.B. der Imperativ, daß man gegen Menschen mit „rechtem Gedankengut“ auftreten müsse. Hier zeigt Generalsekretärin Merkel eigentlich unmißverständlich, daß sie selbst nicht an das glaubt, was sie sagt, bzw. den Demokratiebegriff nicht verstanden hat. Denn seit wann hat „rechtes Gedankengut“ nichts in einer Demokratie verloren? War Konrad Adenauer ein Fehler?

Rechtes Gedankengut gehört genauso zwingend zu einer Demokratie wie linkes. Sonst ist sie keine Demokratie. Merkel reproduziert hier ungewollt den heutigen Totalitarismus der politisch Korrekten, die nicht zwischen „rechts“ und „rechtsextrem“ unterscheiden können.

Merkel will wohl mit ihrem obigen Statement zweierlei sagen: Alle sind das Volk, nicht nur die „Wir sind das Volk“-Krakeeler. Aber auch: Auch Pegida- und AfD-Demonstranten, auch Benachteiligte und zu kurz Gekommene sind das Volk. Auf DDR-Verhältnisse übersetzt heißt das dann ungefähr so viel wie: Auch SED-Bonzen, Stasi-Mitarbeiter, Mitläufer und die schweigende Mehrheit sind das Volk, nicht nur Montagsdemonstranten, die „Wir sind das Volk“ grölen. Unfreiwillig komisch wird dann folgende Passage:

Und da, finde ich, hat auch gerade die sächsische Staatsregierung und die sächsische Gesellschaft sehr gut reagiert, indem sie gesagt hat: Wer glaubt, dass er Probleme hat, die durch die Gesellschaft oder durch die Politik nicht wahrgenommen werden, der soll sich äußern, konstruktive Lösungsvorschläge machen. Das ist gelebte Demokratie.

Hat Merkel nicht davon abgeraten, auf Pegida-Demos zu gehen? Hat sie Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“ nicht als „nicht hilfreich“ bezeichnet? Das ist wohl Merkels ungelebte Demokratie. Man könnte hier noch erwähnen, daß sich Küstenbarbie Merkels Ministerin für alles außer Männer konsequent weigert, in ihrem Ministerium auch Interessengruppen von Männern und Vätern anzuhören.

Ist es gelebte Demokratie, wenn Angestellte staatlicher Institutionen und Schüler dazu angehalten werden, bei sogenannten „Gegendemonstrationen“ mitzumachen?

Und warum sind die heutigen Demonstrationen und Meinungsbekundungen im Namen von „Wir sind das Volk“ eigentlich nicht emanzipatorisch, wie Merkel es zu Anfang insinuiert? Wir haben heute psychologisch die gleiche Situation wie vor 27 Jahren. Wir leben in einer Diktatur der politischen Korrektheit mit ganz klar definierten Denkverboten.

Wer auf einer rein politologischen, staatstheoretischen Ebene behauptet, wir lebten in einer Demokratie, hat zwar recht, aber die Wirklichkeit nicht verstanden.

Hans-Olaf Henkel konstatiert Helfersyndrom bei Angela Merkel

Von Ex-BDI-Chef Henkel kann man ja halten, was man will, aber selten hat jemand so goldrichtige Worte für Angela Merkel gefunden wie er. Dabei finde ich die psychologische Klarsichtigkeit von Henkel fast schon etwas verblüffend. Laut „MM-News“ äußert er sich wie folgt im aktuellen „Spiegel“:

Der EU-Parlamentarier Hans-Olaf Henkel geht mit einer Generalabrechnung über die Amtsführung von Angela Merkel an die Öffentlichkeit. In einem Interview in der aktuellen Ausgabe des SPIEGEL wirft der ehemalige Chef des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) der Kanzlerin vor, sie leide unter dem „Helfersyndrom“: Ob Merkel Flüchtlinge retten wolle oder Griechenland, den Euro oder das Weltklima, sie habe dabei „viel Schaden angerichtet“.

Vielleicht werden Historiker einmal deutlich kritischer über die „weibliche“ Politik Angela Merkels urteilen. Merkel zeigt jedenfalls, was eine pathologische Weiblichkeit anzurichten vermag:

Für vom Helfersyndrom befallene Menschen, so Henkel, „ist Helfen wie eine Sucht, aus einem Minderwertigkeitskomplex heraus. Leider schätzen sie dabei die Grenzen des Möglichen genauso falsch ein, wie sie die Frage ignorieren, ob ihre Hilfe überhaupt erwünscht oder sinnvoll ist“.

Nun aber zu den hellsichtigsten Bemerkungen Henkels:

Das Motiv für Merkels Handeln sieht der ehemalige AfD-Vize und heutige Abgeordnete der Alfa-Partei in den Verbrechen der Nazizeit: „Sie glaubt, dass Deutschland deshalb verpflichtet sei, der Welt ein moralisches Vorbild zu sein.“ Aus diesem Schuldkomplex, urteilt Henkel im SPIEGEL, treibe die Kanzlerin „statt Verantwortungspolitik lieber Gesinnungspolitik“. Damit habe sie die Bundesrepublik von ihren „Nachbarstaaten entfremdet, sogar isoliert. Und sie zerstört den Zusammenhalt in Europa“.

Es verwundert immer wieder, wie häufig geleugnet wird, daß der Schuldkomplex der Deutschen der eigentliche Grund von Merkels Flüchtlingspolitik und von der naiven „Refugee“-Begeisterung der Bevölkerung ist. Da nimmt man es mit dem Flüchtlingsstatus der Helfer-Syndrom-Objekte nicht so genau. Irgendwie ist jetzt jeder Flüchtling, selbst Ossis und Vertriebene. Das Gute hinterfragt man nicht. Aber genau das wäre der Weg zu einer Verantwortungsethik, zu einer ganzheitlichen und dialektischen Herangehensweise an das Migrationsproblem.

Deutsche Arroganz kommt heute nicht mit Wehrmachts-Panzern angefahren, sondern mit dem Rigorismus des moralischen Übermenschen. Das ist ein Fortschritt, aber noch besser wäre es, wenn Merkel sich fragen würde, warum Länder mit dem gleichen Wertekorsett wie Frankreich, Dänemark, Österreich oder Italien so viel nüchterner an das Flüchtlingsproblem herangehen. Und fragen sollte sich Merkel natürlich auch, warum Kriegsflüchtlinge, die bereits längst vor Ort in Sicherheit waren, sich auch noch auf den Weg nach Deutschland machen. Aber nicht nach Frankreich, Spanien oder Italien. Warum ist gerade Deutschland das Zielland?

In ihrem Narzißmus ist Merkel vermutlich nicht zu einer kritischen Antwort auf diese Frage fähig. Schlußendlich behaupet Henkel noch, daß Merkel auch für den EU-Austritt der Briten verantwortlich sei. Sie habe mit ihrer Flüchtlingspolitik den Brexit-Befürwortern die entscheidenden Prozentpunkte geliefert.

Auch hier liegt Henkel meiner Meinung nach richtig.

„Flüchtlingsbewegung wurde genutzt, um Terroristen mit einzuschleusen“

Na, das ist doch mal etwas. Diese Erkenntnis hätte man Dr. Merkel gar nicht mehr zugetraut. Auf einer Wahlkampfveranstaltung der Ost-CDU in Zingst sagte sie laut einem Reuters-Journalisten:

Wir spüren plötzlich, dass zwischen uns und Syrien eine ganz enge Verbindung ist, weil es eine Reihe von Terroristen gibt, die sind in Europa aufgewachsen, auch in Deutschland, werden dann in Syrien ausgebildet, kommen zum Teil wieder zurück, zum Teil wurde sogar die Flüchtlingsbewegung genutzt um dort Terroristen mit einzuschleusen ….

Das ist schönste Merkel-Prosa, wie wir sie zu goutieren wissen. Merkel hat jetzt begriffen, daß Terroristen ganz einfach über die offenen Grenzen nach Deutschland kommen. Das wußten wir zwar schon seit einem dreiviertel Jahr, seit den Anschlägen von Paris, aber sei’s drum. Jetzt hat Mutti es herausposaunt. Und das bei der Ost-CDU. In Mecklenburg-Vorpommern ist Wahlkampf, die AfD ist im Osten Deutschlands besonders stark. Vielleicht möchte Mutti ja ein bißchen AfD spielen.

Wer sich als normaler Bürger nur halbwegs auf dem laufenden hielt, der wußte eigentlich schon seit über einem Jahr, daß eine Menge fanatisierter „Flüchtlinge“ nach Deutschland einreist, da mußte man noch gar nicht von IS-Terroristen reden. Man konnte lesen, was sich in den Flüchtlingsunterkünften für ein Gesindel herumtreibt, wie sehr dort mit dem IS sympathisiert wird, was für religiöse Konflikte dort schwelen und eskalieren und wie völlig kulturinkompatibel dieser Menschenschlag zumeist ist.

Das hält Mutter Angela natürlich nicht von ihrer Nächstenliebe ab, der sie als Protestantin und Pfarrerstochter verpflichtet ist. Unsere Kanzlerin hat sich wohl noch nicht gefragt, warum hier in Deutschland viele Muslime ein Menschenrecht beanspruchen, obwohl sie selbst größte Probleme mit den Menschenrechten anderer haben, seien es Christen in den Unterkünften oder seien es die eigenen Frauen und Kinder.

Interessant an der obigen Meldung ist übrigens, daß sie nicht bei den großen deutschen Print- und Onlinemedien zu finden ist. Lediglich die „Deutschen Wirtschaftsnachrichten“ und das Blog „Nachtwächter“ warteten mit dieser Nachricht auf.

Merkel prangert „Radikalisierung der Sprache“ an

Und wieder liefert Angela Merkel ein Lehrstück aus Absurdistan ab. Angesichts des tragischen Todes der Labour-Abgeordneten Jo Cox, die von einem fanatischen Brexit-Befürworter ermordet wurde, kommt Merkel auf den interessanten Gedanken, daß politische Debatten sachlicher geführt werden sollten.

Die Frau, die das Volk dazu auffordert, nicht zu islamkritischen Demonstrationen zu gehen oder die Bücher von Thilo Sarrazin mit Mißachtung zu strafen, die Frau, die selbst eine radikale Politik der nationalen Selbstaufgabe betreibt und nicht müde wird, ein Katastrophenszenario nach dem anderen an die Wand zu malen, falls man ihren Fetisch der offenen Grenzen nicht teilt, sagt laut „Welt“ auch dies:

„Ich glaube, dass die Lehre ganz allgemein daraus sein muss, dass wir einander mit Respekt begegnen müssen, auch wenn wir unterschiedliche politische Auffassungen haben“, sagte Merkel am Freitag nach einem Treffen mit Nigers Präsident Mahamadou Issoufou im Kanzleramt auf Nachfrage einer Journalistin.

„Die teilweise völlige Überhöhung und Radikalisierung auch der Sprache trägt nicht dazu bei, die Atmosphäre eines solchen Respekts zu fördern“, sagte die Kanzlerin.

Ein Deutschland mit solch einer Kanzlerin – das ist nicht mein Land. Natürlich hat Merkel recht, daß politische Debatten respektvoll geführt werden sollten. Und man kann ihr zugute halten, daß vor allem SPD-Politiker wie Ralf Stegner, Heiko Maas oder Sigmar Gabriel Andersdenkende nach Strich und Faden diffamieren, denunzieren und verleumden. Zuletzt hat allerdings auch Wolfgang Schäuble ordentlich daneben gehauen, als er behauptete, ohne Zuwanderung würde Europa in Inzucht degenerieren. Ein paar Monate zuvor bezeichnete er AfD-Anhänger bzw. -Politiker als „Dumpfbacken“.

Merkel könnte man attestieren, daß sie eine „Radikalisierung des Schweigens und Einlullens“ betreibt. Sie glänzt nicht mit Polemiken und Kraftausdrücken, sondern mit einem nervtötenden Gouvernantentum. Auch so trägt man zu einer Radikalisierung der Debatte bei. Ihr ewiges „alternativlos“ hallt durch’s ganze Land, dicht gefolgt von „Wir schaffen das“. Merkel betreibt letztlich eine autoritäre Politik am Volk vorbei und wertet ihre Kritiker durch Moralisierungen ab wie zum Beispiel mit der folgenden Äußerung:

Und wenn wir jetzt anfangen müssen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.

Merkel glänzt durch eine Unterdrückung jeglicher Debatte. Sie agiert wie aus einem Elfenbeinturm heraus und produziert ein Gefühl der Hilflosigkeit bei den Bürgern angesichts ihrer Unfähigkeit, ein realistisches Bild der Flüchtlingskatastrophe und der Fluchtursachen zu erlangen. Stattdessen geriert sie sich als Mutter Angela, die glaubt, den Notleidenden in der Welt zu helfen, welche dummerweise aber ziemlich undankbar sind.

Unfreiwillig komisch sind folgende Ausführungen in der „Welt“:

Außer der erhitzten Debatte in Großbritannien über das Brexit-Referendum am kommenden Donnerstag hatte Merkel möglicherweise auch das Massaker in einer Schwulenbar in Orlando im Sinn, als sie hinzufügte, alle seien aufgefordert, auch in der Wahl der Sprache und der Argumente mit „Respekt auch Andersdenkenden gegenüberzustehen, anders Glaubenden, anders Lebenden, anders Liebenden“. Bei dem Massaker in Orlando hatte ein 29-Jähriger 49 Menschen getötet.

Merkel appellierte an die politisch Verantwortlichen, als Vorbilder zu handeln: „Politik kann nicht alles lösen, aber Politik kann einen Beitrag dazu leisten, in welcher Art und Weise die Auseinandersetzungen geführt werden“, sagte die Kanzlerin. Der „schreckliche Mord“ an Cox gemahne dazu, „dass wir dies immer und überall beherzigen sollten“.

Auch hier ist Merkel fein raus, denn sie bezeichnet Andersdenkende und Kritiker der Asylpsychose nicht als „Pack“ oder „Nazis“. Merkel terrorisiert die Bürger vielmehr auf weibliche bzw. auf merkelsche Art. Das Einlullen und Phrasendreschen ist ihr Lebensprinzip, ergänzt durch einen moralisierenden Autismus und eine subtile Wehleidigkeit.

Das sind die Zutaten der merkelschen Radikalisierung der politischen Debatte. In der Psychologie bezeichnet man Merkels agressive Harmlosigkeit und Unschuldsschauspielerei auch als „passive Aggression“.