„Wir müssen in Europa lernen, unsere Außengrenzen zu schützen und selbst zu entscheiden, wer zu uns kommen kann.“

Das soll wohl ein schlechter Witz sein. Unsere Kanzlerin hat jetzt also gelernt, daß wir selbst unsere Grenzen schützen müssen und bestimmen wollen, wer hierher kommt. Wer in Europa muß das eigentlich lernen? Mazedonien, Österreich? Oder doch nur Deutschland?

Die CDU blockiert übrigens seit Jahrzehnten ein Einwanderungsgesetz nach kanadischem Vorbild, mit dem man gezielt je nach wirtschaftlicher Lage die Arbeitsmigration nach Deutschland steuern könnte.

Noch bis vor kurzem kritisierte Merkel Österreich dafür, daß es seine Grenzen geschlossen und eine Obergrenze für Flüchtlinge eingeführt habe. Sie kritisiert unser Nachbarland dafür, daß es selbst entscheidet, wen es aufnehmen möchte.

Das ist unsere Kanzlerin, die sich offenbar der Ideologie der offenen innereuropäischen Grenzen verschrieben hat. Grenzschutz und Migrationssteuerung sind für Merkel also nur dann okay, wenn man sich in die Hände des Sultans aus Anatolien begibt, der ganz ungeniert auf syrische Flüchtlinge schießen läßt und für seine Dienste auch noch Milliarden kassiert.

„Ich habe zu lange hinter einem Zaun gelebt, als daß ich mir das noch einmal zurückwünsche.“

Die wahrhaftig grenzenlose Dummheit unserer Kanzlerin wurde einmal wieder deutlich, als sie sich im Oktober 2015 mit den Regierungschefs der Länder der Balkanroute traf. Im „Spiegel“ (4/16) steht dazu Folgendes:

Ende Oktober besucht sie in Brüssel einen Gipfel mit den Ländern, die auf der Balkanroute liegen, auf der die Flüchtlinge nach Deutschland kommen. Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán, der sein Land mit einem Stacheldrahtzaun sichern ließ, ist auch da. Er sieht und genießt Merkels Nöte. Er meldet sich zu Wort und sagt: „Es ist nur eine Frage der Zeit, wann Deutschland einen Zaun baut, dann habe ich das Europa, das ich für richtig halte.“

Merkel schweigt erst einmal, so erinnert sich ein Teilnehmer der Runde. Erst später, nachdem sich ein paar andere Regierungschefs zu Wort gemeldet haben, sagt sie zu Orbán: „Ich habe lange genug hinter einem Zaun gelebt, als dass ich mir das noch einmal zurückwünsche.“ Merkel, das wird in der Flüchtlingskrise klar, hat den Mut gefunden, ihre Politik mit ihrer Biografie zu begründen. Sie will nicht mehr die Frau ohne Eigenschaften sein.

Merkel vergleicht hier also das Eingesperrtsein in einer Diktatur mit dem Schutz einer aufgeklärten, liberalen Demokratie vor der Invasion illegaler, antisemitischer, frauenfeindlicher, vormoderner Hävelmann-Flüchtlinge. So dumm muß man erst einmal sein. Merkel ist also schon derartig senil, daß sie gar nicht mehr weiß, wie das Leben in der DDR ablief und wozu der „Zaun“ dort eigentlich da war. Das schafft nur unsere Kanzlerin, die immer noch an die Ideologie des lupenreines Flüchtlings glaubt, die es ihr erlaubt, sich als couragierte Protestantin fühlen zu dürfen und damit dem Erziehungsdruck ihres Vaters gerecht zu werden.

Das Bild des gemeinen Flüchtlings ist hier natürlich etwas negativ und einseitig gezeichnet. Wahrliche Beklemmungsszustände verursacht es aber, daß Merkel und ihre Sekundanten es nicht fertig bringen, sich mal ein realistisches Bild der Leute zu machen, die eigentlich hierher kommen.

Das obige Zitat verdeutlicht auch den Autismus Merkels, in dem sie es sich mittlerweile eingerichtet hat. Die angeblich so intelligente Physikerin läßt sich zu einem völlig sinnfreien Vergleich hinreißen. Und dem angeblich so kritischen „Spiegel“ fällt dazu nichts Kritisches ein, vielmehr sekundiert er unterwürfig. Seine Artikel zur Flüchtlingskrise sind geprägt von einer Angst, bloß nicht „rechts“ sein zu dürfen, also einmal dezidiert die Kulissen des Guten und Rechtschaffenen zu hinterfragen, die die etablierten Parteien und Willkommenskulturschaffenden aufgebaut haben.

Einen ähnlich dümmlichen Kommentar wie den obigen hatte Merkel auch später noch einmal in Hamburg getätigt. Damals sagte sie:

Ja, es gab auch ein Leben vor der deutschen Einheit – da waren die Grenzen noch besser geschützt.

Dazu ist bereits alles gesagt worden auf „Angela merkelt“.

„Ich glaube, wir haben von Gastarbeitern ein wenig übernommen, daß man in Restaurants auch draußen sitzt.“

Angela Merkel hat mal wieder einen ihrer berühmten Angelizismen abgelassen. Das gleich folgende Zitat ist zwar schon etwas älter, aber auf dieser Internetseite geht es vor allem darum, Angela Merkel enzyklopädisch Herr zu werden.

Bundeskanzler und andere Politiker müssen ja häufig irgendwo auftreten und zu allerlei Anlässen etwas Sinnvolles erzählen. Hierfür gibt es dann Redenschreiber, die für den Kanzler so etwas wie eine schöne Kulisse aufbauen. Und der Kanzler oder Minister macht das dann auch alles brav mit.

Anfang Dezember 2015 sagte unsere weise Kanzlerin nun die folgenden Worte in Berlin anläßlich der Veranstaltung „60 Jahre Gastarbeiter in Deutschland“:

Wir müssen auch als diejenigen, deren Familien schon seit Jahrhunderten in Deutschland leben, lernen, daß Offenheit und Neugierde auf andere Kulturen uns doch nichts wegnehmen, sondern bereichern. Das heißt also, wir müssen Integration als Bereicherung sehen, die aber die Offenheit unserer Gesellschaft, in die man kommt, ebenso erfordert wie die Offenheit derer, die zu uns kommen. Aufeinander zugehen – das wünsche ich mir noch mehr in den nächsten 60 Jahren. Ich glaube, wir haben von Gastarbeitern ein wenig übernommen, dass man in Restaurants auch draußen sitzt.

Das sind schöne salbungsvolle Worte. Der letzte Satz ist freilich wohl improvisiert und offenbart ein weiteres Mal die geistige Schlichtheit unserer Kanzlerin. Eine Kanzlerin hat sicherlich viel zu tun und redet auch manchmal Stuß daher. Ich persönlich glaube aber, daß in dieser letzten Passage auch sehr die Unterwürfigkeit und die Selbstabwertung der Deutschen durchscheinen. Man wäre nicht zu solchen Sätzen fähig, wenn da nicht strukturell etwas kaputt wäre.

Dann fragt man sich natürlich, warum man auf eine Kultur neugierig sein und sie als „Bereicherung“ empfinden soll, die zutiefst inhumane Praktiken aufweist, mit Verachtung auf die hiesige Lebensweise schaut und in erheblichem Maße der Kriminalität neue Impulse verleiht.

Durch was wir nicht alles bereichert werden, die wir leider nur auf eine Geschichte und Kultur von 12 Jahren zurückblicken können. Alles außerhalb dieser 12 Jahre gerät schon mal in Vergessenheit und wird überblendet.

Auf besagter Veranstaltung gab Merkel auch noch folgende Worte von sich und meinte, daß es doch nicht schaden könne, mal wieder in die Bibel zu schauen, wenn man mit jemandem über den Koran sprechen wolle:

Wenn ich also … oder auch Sie … mit einem Imam über die Bibel, äh, den Koran sprechen will, und in die Bibel schaue… Sie wissen doch gar nicht, was im Ersten Korintherbrief oder auch in den Suren, oder?, meine Damen und Herren, da kann es doch nicht schaden, und das sage ich mit aller Entschlossenheit!

Wie schön, daß es den Islam gibt, der uns aufgeklärte Europäer mal wieder dazu ermuntert, die Bibel zur Hand zu nehmen. Was für eine Bereicherung.

Wenn Merkel wirklich möchte, daß insbesondere kulturell rückständige Migranten echte Deutsche werden, dann müßte sie ein viel affirmativeres und selbstbewußteres Verhältnis zur eigenen Nation haben. Ein solcher Bundeskanzler würde z.B. nicht solch ein beliebiges, subalternes Blabla wie oben von sich geben, sondern Tacheles reden. Er würde etwa den Juden sagen, daß sie hier willkommen sind, daß man sich über die „Wiederbejudung“ Deutschlands freut, daß aber die körperliche Unversehrtheit junger Juden bedeutend wichtiger ist als die religiöse Verblendung alter Juden. (Beschneidungsritual).

Ein kraftvoller Bundeskanzler, der intellektuell auf der Höhe ist, der etwas von sich und seinem Lande hält, würde sehr viel deutlichere Worte sprechen als Angela Merkel. Und er würde darauf hinweisen, daß wir Deutschen zu allererst lernen müßten, uns selbst als Bereicherung zu empfinden.

„Ja, es gab auch ein Leben vor der deutschen Einheit – da waren die Grenzen noch besser geschützt“

Die „Welt“ berichtet über eine Rede Angela Merkels anläßlich des Matthiae-Mahls, das alljährlich in Hamburg begangen wird und dieses Mal der Vorbereitung des G20-Gipfels 2017 in Hamburg diente. In ihrer Rede kommt Merkel auf die Flüchtlingsproblematik zu sprechen:

Es komme in diesen Tagen immer wieder vor, berichtete Merkel den fast 400 Gästen des Matthiae-Mahls, dass Menschen ihr sagten, „dass es auch ein Leben vor Schengen gegeben habe“, also vor der Öffnung der innereuropäischen Grenzen. Sie antworte diesen Menschen dann gerne: „Ja, es gab auch ein Leben vor der deutschen Einheit – da waren die Grenzen noch besser geschützt“.

Ein weiteres Mal beweist unsere Bundeskanzlerin hier also, wie sehr sie bereits der Realität entrückt und unfähig ist, sich selbst zu revidieren, einen Fehler einzugestehen. Denn sonst würde sie nicht zu solch abstrusen Vergleichen greifen.

Der Zustand der innereuropäischen Grenzen vor Schengen war ein legitimer. An diesen Grenzen wurde niemand erschossen. Jeder konnte hindurch, wenn er wollte. Es waren Grenzen zwischen verschiedenen Nationen. Die innerdeutsche Grenze war hingegen nahezu undurchdringlich und spaltete eine Nation. Ein strenges Schießbefehl-Regime herrschte dort.

Merkel tut hier also so, als hätten die Vereinbarungen von Schengen die Bedeutung einer nationalen Wiedervereinigung, als bedeuteten sie das Ende eines unmenschlichen Grenzregimes, als seien sie so unverzichtbar wie die Wiedervereinigung einer Nation. Merkel glorifiziert damit den gegenwärtigen Zustand ungesicherter Grenzen ungebührlich und verhindert damit einen rationaleren Umgang mit der Flüchtlingskrise. Wie Hans-Joachim Maaz unlängst feststellte, ist Merkel der Realität entrückt und glaubt, mit ihren sarkastischen Sprüchen im Recht zu sein, ein gutes Argument zu liefern.

Wie für Mächtige typisch glorifiziert sie ihr Handeln und stellt unpassende, heroisierende Vergleiche her.

Ihre Worte bilden auch ein Totschlagargument, nach dem Motto: Wenn ihr die Grenzen wieder schützen wollt, dann ist das so unmenschlich wie der Eiserne Vorhang. So spricht ein Mensch, der die Fähigkeit zur Selbstkritik und -reflexion verloren hat.